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Somi, eine niederländische Stiftung für Sammelklagen gegen Big Tech, will vor deutschen Gerichten erreichen, dass Snapchat sein Geschäftsmodell ...
Am 16. September 2026 kündigte die niederländische Stiftung SOMI (Stichting Onderzoek Marktinformatie), bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Leipziger Anwaltskanzlei Spirit Legal in Berlin, eine Verbandsklage gegen das Unternehmen Snap Inc., welches die Plattform Snapchat betreibt, an.
Eine Stiftung will Snap zu besseren Schutzmaßnahmen für Minderjährige verpflichten. Deutsche können sich einer Schadenersatzklage anschließen.
Nach einer ausführlichen Einführung in den Sach- und Streitstand teilte das Gericht zunächst mit, dass es sich für international zuständig hält. Da die Beklagte ihren Sitz in Irland hat, finden die Regelungen der EuGVVO Anwendung. Einschlägig sei nach Auffassung des Senats Art. 7 Abs. 2 EuGVVO, der auf den Ort des schädigenden Verhaltens abstellt. Der Ansicht der Beklagten, der klagende Verband mache einen eigenen Anspruch geltend, folgt der Senat nicht, da bereits die Anspruchsgrundlage für einen solchen originären Verbandsanspruch fraglich erscheint. Insoweit könne Art. 7 Abs. 2 EuGVVO herangezogen werden, dessen Voraussetzungen aus Sicht des Gerichts auch erfüllt sind.
Rotterdam (Niederlande), Schleswig (Deutschland) – 23.02.2026 – Die niederländische gemeinnützige Stiftung Stichting Onderzoek Marktinformatie (SOMI) hat in Deutschland eine zweite Verbandsklage auf Schadensersatz gegen Meta eingereicht. Gegenstand der Klage ist die rechtswidrige Verwendung personenbezogener Daten von Instagram- und Facebook-Nutzern sowie von Nichtnutzern für die Verwendung in Metas KI-Systemen.
Am 5. Februar 2025 hat SOMI vor dem Kammergericht Berlin ein Abhilfeverfahren gegen X eingeleitet. In der Sache ist nun ein Termin zur mündlichen Verhandlung anberaumt worden. Die Verhandlung ist öffentlich. Vertreterinnen und Vertreter der Presse, interessierte Beteiligte sowie die allgemeine Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.
Rotterdam (Niederlande), Berlin (Deutschland), 11. September 2025
Stellen Sie sich vor, Sie sind in der Öffentlichkeit unterwegs, und ein Fremder spricht Sie an. Er entwickelt eine neue Technologie, und damit sie funktioniert, muss er alle Daten über Sie verarbeiten, die Sie oder jemand anders jemals online gestellt haben. Sobald Sie ihm die Erlaubnis dazu erteilen, können Sie Ihre Meinung nie wieder ändern oder Ihre Daten zurückverlangen. Und sobald seine Technologie entwickelt ist, wird er allein von Ihren Daten profitieren – indem er sie an Tausende von Unternehmen und Regierungen verkauft.
Die niederländische Verbraucherorganisation SOMI hat beim Kammergericht Berlin Sammelklagen gegen die Social-Media-Plattformen X (ehemals Twitter) und TikTok eingereicht. Der Vorwurf: massive Verstöße gegen Datenschutzrecht, algorithmische Manipulation und gezielte Gefährdung besonders schutzbedürftiger Nutzergruppen, insbesondere Kinder und Jugendliche.